Erscheinungsbild · [20XX]
Monogramm
Zwei Initialen, versteckt in einer Acht — graviert auf einen Anhänger
- Auftraggeber
- Privat, für meinen Freund und mich. Kein Auftrag. [Anlass, falls es einen gab: Jahrestag, Geburtstag, einfach so?]
- Jahr
- [Jahr: Wann war das? Vor der Lehre, im ersten oder im zweiten Lehrjahr?]
- Rolle
- Idee, Skizzen und Reinzeichnung. [Gravur: selbst gemacht oder in Auftrag gegeben, Goldschmied, Gravurdienst? Und ob du die Datei dafür aufbereitet oder nur übergeben hast.]
- Werkzeuge
- Papier und [Bleistift oder Fineliner] für die Skizzen · [Programm für die Reinzeichnung: Illustrator?] · [Gravur: durch wen, welches Verfahren]
Ausgangslage
Y und J, die Initialen von meinem Freund und mir. Daraus wollte ich ein Logo für uns zwei machen: beide Buchstaben ineinander verschlungen zu einem Unendlichkeitszeichen, das sein Geheimnis erst beim genaueren Hinschauen preisgibt. Kein Auftrag, ein privates Projekt. [Anlass und Jahr. Und zur Bezeichnung: Du nennst es Logo. Passt «Monogramm» als Titel? Die Rubrik «Erscheinungsbild» ist die nächstliegende, die die Website hat; eine eigene Rubrik «Logo» oder «Zeichen» müsste der Betreiber anlegen.]
Vorgehen
Auf Papier anfangen
Auf einen Papierstreifen habe ich «y + j» geschrieben und drei Varianten daneben skizziert: die Buchstaben übereinander in die Länge gezogen, eine Acht mit einem Punkt in der unteren Schlaufe [der Punkt des j?], eine engere Acht mit doppelter Schlaufe oben. In der ersten liest man y und j noch, in den beiden anderen sind sie eine Acht.
Die Buchstaben verstecken
Am schwersten war, die Buchstaben so zu verstecken, dass es trotzdem schön und stimmig aussieht. Der dritten Skizze kommt meine Reinzeichnung am nächsten: eine Acht mit doppelter Schlaufe oben, ohne Punkt. [Welche Schlaufe ist das y, welche das j? Und war die dritte Skizze der Ausgangspunkt, oder hast du die zweite und die dritte zusammengezogen?]
Eine durchgehende Linie
In der Reinzeichnung habe ich daraus eine einzige Linie gemacht, überall gleich stark: oben zwei Schlaufen ineinander, unten eine grosse, das Ganze schräg gestellt. Das Herz an der Kreuzung habe ich aus derselben Linie gezogen; in der zweiten Skizze sitzt an dieser Stelle eine kleine Schlaufe. [In welchem Programm?]
Auf den Anhänger
Graviert ist das Zeichen auf ein goldfarbenes Plättchen mit abgerundeten Ecken, mittig gesetzt, mit Luft zum Rand. Die Öse ist selbst ein Herz, durch sie läuft ein gedrehtes, seilartiges Glied. [Wer graviert hat, in welchem Format du das Zeichen übergeben hast und ob der Anhänger wegen der Herzöse ausgesucht war.]
Ergebnis
Ein Zeichen aus einer Linie, als feine helle Gravur mittig auf dem Anhänger. Auf den ersten Blick ein Unendlichkeitszeichen; y und j findet, wer sie sucht. Die Öse des Anhängers ist ein Herz, in der Linie sitzt ein zweites.
Was ich daraus gelernt habe
Zeige ich die Buchstaben, ist das Geheimnis weg; verstecke ich sie ganz, bleibt nur eine Acht. Dazwischen ist wenig Platz. Das Verstecken war nicht das Schwierige, sondern dass die Form dabei trotzdem stimmt. Das war die eigentliche Arbeit. [Stimmt das so: Jede Schlaufe muss zugleich Teil eines Buchstabens und Teil der Acht sein? Und hat schon jemand die Buchstaben gefunden, ohne dass du sie verraten hast?]